Kapelle des Heiligen Kreuzes, Nová Hůrka
Die Kapelle des Heiligen Kreuzes in Nová Hůrka war ursprünglich eine Familiengruft, in der mehr als zwanzig Personen bestattet wurden, darunter auch Karl Klostermanns Vater. Der Ort ist mit einem realen Ereignis verbunden, das noch immer zu den dunkelsten Kapiteln der lokalen Geschichte gehört. Es heißt, Grenzsoldaten hätten hier in den 1950er Jahren die mumifizierten Leichen zerstört, die kurz darauf auf mysteriöse Weise starben. Heute hat die Kapelle eine stille, fast magische Ausstrahlung und gehört zu den mystischen Orten des Böhmerwaldes.
Der Weg zur Kapelle des hl. Kreuzes beginnt am Parkplatz Nová Hůrka unweit von Prášily. Auf der blau markierten Wanderroute erwartet Sie eine etwa 2,5 km lange, leicht ansteigende Asphaltstraße durch den Wald bis zur verschwundenen Siedlung Hůrka, wo die Kapelle als stiller Zeuge der einst glanzvollen Glasmacher-Vergangenheit steht. Die Strecke ist einfach und vermittelt eindrucksvoll die Atmosphäre der Böhmerwald-Geschichte. Für den Rückweg bietet sich eine alternative Route über Holzstege entlang eines Moor-Radwegs durch die Torfebene an.
Das Parken ist gebührenpflichtig, die Zahlung ist bar oder mit Karte möglich. Wir empfehlen, auch etwas Kleingeld in tschechischen Kronen dabei zu haben.
Vergiss beim Besuch nicht, die Glocke der Versöhnung zu läuten – nicht nur als symbolische Geste, sondern auch als stillen Dialog mit der Vergangenheit. Anschließend kannst du dem Lehrpfad Glasmacherweg in Richtung des Laka-Sees folgen.
Geeignet für: Wanderer, Spaziergänge mit Hund, Familien mit Kindern.


