Amaliental – die wilde Schlucht des Goldbachs

Amaliental (Amálino údolí)
Vzdálenost: 6,4 kmObtížnost: lehká

Nur ein Stück südöstlich von Kašperské Hory öffnet sich einer der malerischsten Orte des Böhmerwaldvorlands – das Amaliental, ein 1994 erklärtes Naturschutzgebiet. Auf einer Fläche von fast 81 Hektar wechseln sich hier die dramatische Schönheit einer Schlucht, stille Quellgebiete an den Hängen des Ždánov und steile Gneishänge ab, die dem Gebiet seine typische, fast nordische Atmosphäre verleihen.

Durch das Herz des Reservats fließt der Goldbach (Zlatý potok), dessen Name kein Zufall ist. Genau hier befand sich im Mittelalter das Zentrum des Bergreichensteiner Goldreviers; die Nordhänge tragen bis heute Spuren des einstigen Bergbaus. Neben den Stollen, in denen heute Fledermäuse überwintern (und es sind nicht wenige!), finden Sie hier auch Gebirgserlenwälder, Mischwälder, Schutthänge und seltene Reliktkiefernwälder, die zu den wertvollsten Naturphänomenen der gesamten Region gehören.

Wer Lust auf einen kleinen Naturkundekurs unter freiem Himmel hat, wird begeistert sein – das Tal beheimatet Dutzende von Weichtierarten, den Fischotter, die Wasseramsel sowie das Haselhuhn. Und aufgepasst – seit 1961 ist hier eine seismische Station in Betrieb, die Erschütterungen aus der ganzen Welt überwacht. Die Ruhe des Waldes ist also nur scheinbar.

Zwei schöne Lehrpfade führen durch das Tal:
Der Weg der Goldgräber (Cestou zlatokopů) und der Pfad der Grenzwächter (Stezka strážců hranice).

Begeben Sie sich vom Marktplatz in Kašperské Hory auf den Lehrpfad „Weg der Goldgräber“ – die ca. 7,5 km lange Route führt Sie an den Überresten mittelalterlicher Stollen, Goldwaschplätzen sowie einer ehemaligen Zündholzfabrik vorbei.

Geeignet für: Wanderer, Spaziergang mit Hund, Familien mit Kindern

 

Poskytl: Martin KalnyPoskytl: Martin Kalny
Poskytl: Martin KalnyPoskytl: Martin Kalny